Job

Donnerstag, 28. August 2003

Fotoshooting im Slum...

Gestern hatten wir ein nettes Fotoshooting in einem Slum das wir betreuen, und ich hatte einmal die Moeglichkeit in anderen Aufgabenfelder unserer NGO (Arbeit in den Slumgebieten) aus der Naehe zu sehen. Ich muss sagen eine faszinierende Erfahrung…
slum
In diesem Slum ist unsere NGO seit 10 Jahren taetig und man sieht schon auf den ersten Blick den Unterschied zu anderen Slums die ich bisher gesehen habe (z.B. in Mumbai). Weniger Muell und damit weniger Fliegen, zu dem hat unsere Organisation dort Toiletten und eine Wasserversorgung installiert…
water
toilet
In anderen Slumgebieten arbeiten wir daran den Slumbewohnern richtige Wohnungen zu Verfuegung zu stellen, die dann auch in ihr Eigentum uebergehen (inkl. Finanzierungsplan).

Auch die Kleinkinder (3-5 Jahre) die ansonsten tagsueber allein durch die Strassen irren, werden von unserer Organisation betreut…
Kids
Tja, es macht schon Spass an etwas Sinnvollen mitzuwirken…

Montag, 18. August 2003

Wie bekomme ich Geld fuer ein Entwicklungshilfeprojekt?

Hab gerade eine nette Aufgabe bekommen: Der Director meiner NGO faehrt in 10 Tagen nach Holland um dort potenzielle Sponsoren zu treffen (vor allem christliche Vereine). Dabei wuenscht er sich eine 10 minuetige Multimediapraesentation unserer NGO (inkl. Voice-over, Videosequenzen etc.) So wie er sich das vorstellt wird es sich wohl nicht in 10 Tagen realisieren lassen…
Die viel interessantere Frage ist allerdings, was wollen Geldgeber im Westen ueber eine NGO in einem Entwicklungsland wissen? Was sind Punkte mit denen man sie ueberzeugen kann, dass hier professionell gearbeitet wird, und dass das Geld sinnvoll verwendet wird?
Anregungen sind hier durchaus erwuenscht! Was wuerde euch dazu bewegen euer Geld in eine Entwicklungshilfeprojekt zu stecken?

Mittwoch, 6. August 2003

Urlaub oder Arbeit?

So stellt man sich doch arbeiten in Indien vor: zwei verlaengerte Wochenenden hinter einander – diesen Do geht’s an die Ostkueste und naechste Woche an die Westkueste (Kerla)…
Aber ein wenig arbeiten tu ich schon noch – und das mach momentan sogar richtig spass. Im Moment bin ich gerade dabei einen kompletten Marketingplan inklusive Pricing und eine Profit Center Rechnung aufzuziehen. Ich weiss, hoert sich auf den ersten Blick nicht wirklich nach Entwicklungshilfe an, aber es macht Sinn.
Die Idee hinter dem Projekt ist in erster Linie Arbeitsplaetze zu schaffen. D.h. wir geben Bewohnern aus den Slums hier Jobs als Muellmaenner, im Muelltrennungsprozess, im Recycling (Composting) und in einem urban agriculture Projekt. Das Ganze hat den Nebeneffekt das es “etwas” umweltfreundlicher als das sonstige Muellmanagement hier ist, welches darin besteht, den Muell entweder aus dem Fenster zu werfen oder mich Lastwagen aus Stadt herauszubringen, um ihn einfach irgendwo abzuladen. Im Moment laeuft das ganze noch im kleinen Rahmen als Versuchsprojekt. Wenn das ganze sich finanziell ausgeht und dokumentiert ist (das waeren dann meine tasks) soll es auch an anderen Orten in Indien kopiert werden.
Und im Moment bin ich ziemlich zuversichtlich, dass ich im Laufe meines Traineeships hier zumindest ein paar Arbeitsplaetze schaffen kann – und was kann man sich mehr erhoffen.
Das waeren meine Jungs beim Muell trennen:
Muelltrennung
Ach ja, und wenn das ganze auch noch Profit abwirft kommt es diesen kleinen Fratzen zugute:
children

Dienstag, 8. Juli 2003

That’s my job…

Gut, jetzt hat auch der produktive Teil meines Aufenthalts in Indien angefangen: Meine Arbeit bei einer NGO!

Mancheiner kennt Bangalore vermutlich nur als das IT Zentrum Indiens und fragt sich ob dies der geeignete Ort fuer ein Entwicklungshilfeprojekt ist. Nun, das ist nur eine Seite der Medaille: Aufgrund des Rufs als vermeindlich reiche Stadt ist Bangalore eine der schnellst wachsenden Staedte Asiens.

Viele der Menschen die in die Stadt kommen landen auf der Strasse und kaempfen sich als waste picker durch’s Leben! Und genau an diesem Punkt setzt die Arbeit der NGO an fuer die ich hier Arbeit. Bei dem Projekt bei dem ich mitarbeite wird versucht die Arbeit der waste picker zu institutionalisierten, d.h. sie fuer ihre Arbeit zu bezahlen und dabei gleichzeitig das Muellproblem der Stadt zu loesen. Finanziert wird das Ganze durch Zahlungen der Haushalte, sowie durch einnahmen aus dem Recycling – ich find es ein wirklich interessantes Konzept!

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